23. Mai 2015

Rezension "Die Stadt der verschwundenen Kinder" || Caragh O'Brien


1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Das Land der verlorenen Träume
3. Der Weg der gefallenen Sterne
 Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …
Im Halblicht der ärmlichen Hütte zwang sich die Frau, ein letztes, qualvolles Mal zu pressen und das Baby glitt heraus, in Gaias griffbereite Hände.
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Vielen Dank für dieses tolle Rezensionsexemplar!


Der Kopf des Jungen hüpfte auf vertraute Art, seine Haut bekam etwas Farbe, und mit einem Rudern seiner Arme stieß er seinen ersten, klagenden Schrei der Empörung aus: Empörung darüber, am Leben zu sein.
Die Reihe von Caragh O'Brien hat meiner Meinung nach die Ehre, wunderschöne Titel zu tragen. Und obwohl der erste fast noch der "schlechteste" von den dreien ist, gefällt er mir unheimlich gut. Es passt einfach perfekt zum Buch und beschreibt die Handlung in einem Satz. Die Stadt der verschwundenen Kinder. Das ist wie eine winzige Zusammenfassung des Buches.
2 | 2 Punkte
Mir gefällt das Cover recht gut. Leider werden gerade halbe Gesichter in letzter Zeit sehr oft auf Büchern benutzt. Von daher hat das Buch vom Cover her leider nicht unbedingt das Wiedererkennungspotenzial, das man sich als Leser wünscht. Die Protagonistin, Gaia, spricht davon, eine sehr auffällige Narbe im Gesicht zu haben. Ich hätte es sehr besonders gefunden, wäre diese mit ins Cover eingerarbeitet. So hatte ich nicht wirklich dass Gefühl, dass Gaia abgebildet ist. Was ich aber gut finde, sind die Punkte. Ohne Details zu verraten, lässt sich sagen, dass die Punkte im Buch in einer bestimten Sequenz vorkommen, die für das Voranschreiten der Handlung nicht unwichtig ist. Alles in allem gefällt mir das Cover zwar recht gut, aber die Details und das Besondere hätte mehr herausgearbeitet werden können.
2 | 3 Punkte
Leider spricht mich die Inhaltsangabe von der Art, in der sie verfasst wurde, kaum an. So wird kurz und knapp heruntergeleiert, worum es in dem Buch geht - so etwas wie Spannungsaufbau etc. fehlt mir an dieser Stelle noch. Allerdings ist mir aufgefallen, dass mehr oder weniger der Titel im letzten Satz wiederverwendet wird, was mir sehr gut gefällt, da ich es ja sehr gerne mag, wenn einzelne Elemente erneut auftauchen. Ansonsten packt mich die Inhaltsangabe allerdings nicht wirklich.
2 | 4 Punkte
 Die erschrecke Grundidee des Buches ist es, dass der ärmere Teil der Bevölkerung den "Besseren" ihre Babys abgeben müssen, damit sich unter dem angeblich besseren Teil der ummauerten Stadt keine weiteren Krankheiten ausbreiten, die durch die Kinder übertragen wurden. Doch dann kommt es zu Problemen - die Kinder werden von den Hebammen einfach in die Hände einer Schwester gelegt, die das Kind vermittelt, kaum eine Stunde nach der Geburt. Ist es da wirklich möglich, keine Inzucht zu gewährleisten? Leider nein ... Doch wie wird man jetzt die Paare, die eventuell blutsverwandt sind, erkennen? Hat Gaias Mutter etwa Aufzeichnungen gemacht? Ich fand das Thema sehr interessant und ganz Neu. Es ist auf keinen Fall eine tpische Dystopie, bei der sich die Protagonistin aufwendet. Bisher sehe ich Gaia eher als Mädchen, die vor der Realität zu fliehen versucht. Mal schauen, ob sich das in den zwei Folgebänden noch ändert, oder bestehen bleibt. Aber der erste Teil hat mich mitgerissen und begeistern können.
4 | 4 Punkte
Man wird bereits mit dem ersten Satz komplett ins eiskalte Wasser geworfen. Man weiß noch nichts über die Stadt oder die Protagonistin Gaia, sondern man ist einfach sofort nahe am Geschehen dran und spürt Gaias' Anspannung, während sie das erste Kind vorbringt, dass sie als Hebamme entgegen genommen hat. Doch als sie nachhause kommt, wartet dort eine böse Überraschung: Ihre Eltern sind verschwunden... Ich fand es klasse, dass die Handlung direkt einsetzte. Ich bin keine Person, die erst mal zweihundert Seiten Vorgeschichte liest, ehe dann auch mal für zwanzig Seiten eine Handlung einsetzt. Ich mag es, wenn es abrupt losgeht und die Handlung nicht stopt. Genau so ein Buch war dieses hier - sehr spannend und ich hatte das Gefühl, dass die Handlung nie wirklich gehangen hat. Es ging immer und immer weiter. Etwa in der Mitte des Buches hing ich zwei, drei Tage fest, wobei ich nicht wirklich weiß, woran das lag. Ich tippe darauf, dass es mich gestört hat, dass Gaia plötzlich sehr wichtige Punkte nicht mehr bedacht hat und sie sich strikt auf die eine Sache konzentriert hat. Viele Fragen, die während des Buches aufkommen, werden beantwortet, einige bleiebn aber auch offen.
3 | 4 Punkte
 
 Ich mag es sehr gerne, wenn Bücher aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Hier betrachtet wir Gaia jedoch als Aupenstehender. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr angenehm. Allerdings gibt es jetzt nicht tausend Stellen, die ich gerne zitiert hätte, weil sie so gut ausgedrückt waren. Es war tatsächlich überraschend angenehm, aber auch sehr normal und durchschnittlich. Meistens sehr schön und klar wie auch deutlich. Einige Fehler haben sich eingeschlichen, habe ich so das Gefühl. Einige Kommas, wo gar keine hingehören. Aber dennoch fand ich den Schreibstil gelungen und absolut lesenswert.
3 | 5 Punkte
Gaia als Protagonistin war mir sehr sympathisch. Sie handelt manchmal sehr unüberlegt und zu schnell, sodass ich ihre Handlungen an ihrer Stelle bereuen würde, aber Gaia macht einfach weite rund lässt sich nicht aus der Bahn werfen. Obwohl ich mich langsam ein bisschen besser mit ihr verstanden habe, mit ich nicht vollendens mit ihr klargekommen. Die Nebencharaktere fand ich alle eigentlich ganz gut entworfen, allerdings hätte ich ein wenig mehr Ausarbeitung gewünscht. Diese schien, gerade bei den Nebencharakteren, etwas gelitten zu haben.
2 | 3 Punkte
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.
Wer eine angenehm zu lesende Trilogie sucht, dem kann ich zumindest den ersten Teil dieser Reihe sehr empfehlen. "Die Stadt der verschwundenen Kinder" überzeugt nicht nur mit einem tollen Titel und schönem Cover, sondern ist auch inhaltlich sehr gelungen. Der Scheibstil ist ideal für zwischendurch und man schafft es durch den sehr simpel gehaltenen Stil sehr schnell, das Buch durchzulesen. Auch die Idee ist genial. Wie bei so ziemlich jeder Dystopie ist sie gut durchdacht und erweckt den Eindruck, dass sich die Autorin darüber viele Gedanken gemacht hat. Die Umsetzung des Themas gelingt nahtlos.

An dieser Stelle nocheinmal vielen Dank an HEYNE FLIEGT
für die Zustellung dieses Rezensionsexemplares!
http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Tag-als-wir-begannen-die-Wahrheit-zu-sagen/Susan-Juby/e448681.rhd?mid=4&exc=456193&showpdf=true#tabbox
Du musst uns verlassen. Du bist hier nirgends in Sicherheit. Nicht in der Enklave, nicht in Wharfton. Wenn sie dich finden, werden sie dich benutzen. Dir bleibt keine Wahl.
18 | 25 Punkte  ~  Ein toller Auftakt einer Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht.

Kommentare:

  1. Ich habe den Auftakt der Reihe geliebt, es lag auch daran, dass es nach langem mal wieder eine gute Dystopie war die ich damals gelesen habe :D! Band 2 fand ich auch klasse, auch wenn es in eine ganz andere Richtung geht ;)! UNd Band 3 wartet noch auf meinem SuB.

    LG Piglet ♥

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    1. Das freut mich, dass dir die Dystopie so gut gefällt. Ich fand den Auftakt auch sehr gelungen.

      Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥

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  2. Tolle Rezension! Das Buch steht auf meiner Wunschliste, denkst du, dass es eine gute Anschaffung ist und es sich lohnt? Ich finde es immer ein bisschen doof, wenn man viel Geld für Hardcover ausgibt, und sie einen dann nicht begeistern können. Von daher überlege ich oft hin und her ... Also, was denkst du?

    LG Ilona

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    1. Danke dir! Vielleicht wäre ein Taschenbuch ja die richtige Anschaffung? Lesenswert ist das Buch allemal c:

      Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥

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  3. Es liegt noch immer ungelesen hier stehen :D

    Mal sehen :) wann ich es lese. Schöne Rezi <3

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    1. Hoffentlich bald ♥
      Danke dir!

      Ganz viele liebe Grüße ☼

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  4. Huhu!
    Ich fand das Buch ja richtig toll und bin sehr gespannt auf den 2. Band ...
    Noch einen schönen Abend :) <3

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    1. Hei c:
      Ich finde es auch irendwie toll. Auf seine eigene Art und Weise. Bin auch gespannt auf die Folgebände.

      Danke dir, dir morgen einen wunderschönen Pfingstsonntag!
      Ganz viele liebe Grüße ☼♥

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  5. He, hab gerade deinen Blog entdeckt und bin auch gleich Leserin geworden. Diese Reihe habe ich schon vor Jahren begonnen und bin irgendwie nie über den ersten Band hinausgekommen. Deine Rezi hat mich jetzt aber wieder dazu animiert.Viellicht kriege ich das ja hin.

    Alles Liebe
    buechersindfreunde.blogspot.de

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    1. Hei c:
      Schade! Hat dir der erste Band nicht so gut gefallen? Danke dir!
      Ich schaue gerne auch mal bei dir vorbei C:

      Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥

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  6. Hey :D

    Jaaa, du hast es gelesen. Das find ich super. Ich mochte die Trilogie total gern. Den zweiten Band fand ich sogar noch besser. Die Cover find ich auch wunderschön ♥

    Liebste Grüße
    Maddie ♥

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    1. Hei c:
      Jaa, endlich habe ich angefangen mit der Trilogie ♥ Das freut mich, da ich den zweiten band wohl demnächst lesen werde xD Das Cover ist schon toll, hätte es mit der Narbe ersönlicher gefunden.

      Ganz viele liebe Grüße ☼♥

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    2. Ja die Narbe wäre hier vielleicht besser gewesen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es viele dann doch abgeschreckt hätte, das Buch zu kaufen.

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    3. Kann sein. Schade, dass unsere Gesellschaft heute so tickt, wenn man mich fragt.

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  7. Vielleicht wird es langsam mal Zeit, dass ich das Buch auch lese :D Momentan berichten auch mal wieder mehr Leute davon und ich habe es jetzt fast ein Jahr im Regal stehen :)
    Liebe Grüße!

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    1. Hei c:
      Definitiv Zeit dafür :D Mir ging es ähnlich, stand auch lange bei mir rum, ehe ich es gelesen habe - bin trotzdem begeistert.

      Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥

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  8. Der Titel klingt auf jeden Fall sehr interesant! Das Cover finde ich auch sehr schön-ich finde es sieht so elegant aus.. *-*
    Ich finde deine Rezesionen immer super-besonders das Punktesystem! :)

    GLG
    Miss Lilli :)

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    1. Finde ich auch! Das Cover ist wirklich sehr schön, allerdings stört mich immer noch, dass keine Narbe zu sehen ist. Das hätte etwas mehr Character meiner Meinung nach.
      Danke dir!

      Ganz viele liebe Grüße zurück ☼♥

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  9. Die Dystopie wartet hier am SuB und ich bin echt neugierig drauf. Angeblich sollen die anderen Teile aber nicht so gut sein, habe ich gehört.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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