1. Dezember 2014

Rezension "The Diviners" - Libba Bray

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Autorin: Libba Bray
Preis: 19, 95 € // Hardcover
Inhalt: New York, 1926: Wegen eines kleinen "Zwischenfalls" wurde Evie O'Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert - und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …
Erster Satz: "In einem vornehmen Stadthaus in der gefragten Upper East Side von Manhattan herrscht Festtagsbeleuchtung."


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"Wie in einem aufgeschlagenen Buch las Mary darin die Heucheleien ihres Lebens, erkannte den törichten Glauben, dass sie, dass irgendwer den Gesetzen der Welt entkommen, dem Tod entgehen könnte. Das war die wahre Täuschung." (Seite 611)


Der Titel. "The Diviners - Aller Anfang ist böse" macht viel Lust auf die Geschichte, lässt viel Spannung entstehen und vor allem fragt man sich als Leser: Wer oder was sind die Diviner, wie beginnt alles und warum ist es böse? Ein toller, aussagekräftige Titel, leider für meinen Geschmack etwas lang geraten.
1,5/2 Punkte

Das Cover ist oben leider nicht so gut erkennbar, deshalb hier nochmal in größer.
An sich gefällt mir das Cover sehr schön, es ist zwar schlicht, aber dennoch auffallend. Die Frau, die darauf abgebildet ist, wird nicht ganz gezeigt und doch fragt man sich, wer sie ist und warum die Karte, die sie in der Hand hält, voller Blut ist. Die kleinen Verzierungen an den Seiten gefallen mir gut, genau wie der Schriftzug auf dem Cover. Aber da das eigentliche Cover, also das des Orginalbuches, mir um einiges besser gefällt, erreicht das Buch hier leider nicht die höchste Punktzahl.
2,5/3 Punkte

Die Inhaltsgabe ist, meiner Meinung nach, sehr gut gemacht und wirkt auf den Leser sehr spannend. Das Thema des Buches wird auch darin relativ klar dargestellt, sodass der Leser sich ein sehr gutes Bild von der Handlung machen darf. Ich stehe grundsätzlich nicht auf Hexenbücher oder Bücher, die vom Aberglauben handeln. Aber dieses Buch ist nicht wie andere Bücher. Es zieht einen in einen magischen Bann, so scheint es zumindest. Ein sehr spannendes Thema, welches sogar diejenigen anspricht, die vielleicht sonst nicht so auf Aberglaube stehen.
  4/4 Punkte

Die Idee des Buches finde ich super. Ich will gar nicht wissen, wie viele Nächte lang die Autorin wach lag um sich Gedanken über die Idee zu machen. Keine Ahnung wie so eine Idee aus dem Nichts entstehen kann. An dieser Stelle ein riesiges Lob und ganz viel Anerkennung an Libba Bray, ich könnte mir nicht eine solche Geschichte ausdenken, so viele Schritte muss sie dabei bedacht haben, so unheimlich viel geplant, getüfftelt, geändert und geschwitzt haben. Ich bin ja die Verzweiflung in Person, aber dennoch, ich hätte das vermutlich nicht durchgehalten. Großen Respekt dafür.
4/4 Punkte

An der Umsetzung der Idee hapert es ja leider Gottes sehr oft. Ich war beeindruckt, wie gut die Autorin die Daten, die Fakten mit in die Geschichte mit eingebaut hat. Dennoch verliert die Geschichte manchmal ihren roten Faden, Libba Bray wechselt schnell die Personen, was meinen Kopf so manches mal zum Rauchen gebracht hat. Aber ich glaube, dass es sehr sehr sehr schwierig sein muss, so viele Gedanken in einem Roman unterzubringen. Da ich, wie oben erwähnt, kaum dazu in der Lage gewesen wäre, bewundere ich Libba Bray für ihr enormes Durchhaltevermögen sehr. Der 700-Seiten-Roman hat ihr bestimmt so manches Mal auch den letzten Nerv geraubt, das verdient Anerkennung.
3,5/4 Punkte

 Der Schreibstil von Libba Bray ist sehr gut. Sie schreibt flüssig, für den Leser sehr leicht lesbar. Sie verwendet sehr gerne Fachausdrücke, was ich grundsätzlich gerne begrüße. An manchen Stellen übertreibt sie es leider ein wenig, ebenso mit der Beschreibung der Orte, der Menschen, beschreibt Dinge, die einfach nichts aussagen. Obwohl mich ihr Roman fesseln konnte, war er mir gleichzeitig auch etwas langatmig und ich habe aufgeatmet, als es nach mehreren hundert Seiten endlich richtig losging mit der Handlung, alle Personen vorgestellt waren und ihre BEziehungen zueinander geklärt.
  3,5/5 Punkte

Die Personen waren mir aus irgendeinem, unerklärbaren Grund, nicht wirklich sympathisch. Ich mochte weder Evie noch Theta noch Sam. Mabel und Jericho dagegen waren in Ordnung, Evies Onkel Will schien mir sehr oberflächlich zu sein, was ich wirklich sehr schade fand. Außerdem zweifelt er sehr oft an seiner eigenen Nichte, die er eigentlich hätte bestärken müssen in ihrem Tun. Aber gut, die Personen sind wie sie sind. "Das Biest" hat mir an so manchen Stellen sogar richtig Angst gemacht, allerdings war die Mischung der Charaktere, die Namensauswahl und so weiter alles in allem okay, daher noch die Hälfte der erreichbaren Punkte.
1,5/3 Punkte

Libba Bray 
Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. Mit ihrer Trilogie ›Der geheime Zirkel‹ schaffte sie es auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York-Times und landete einen internationalen Erfolg. Für ihr Buch ›Ohne. Ende. Leben.‹ wurde sie mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet. Heute lebt die in Texas aufgewachsene Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

Gesamteindruck
Das Buch "The Diviners - Aller Anfang ist böse" ist ein gelungener Auftakt zu einer (hoffentlich) mehrteiligen Reihe, welche die Welt erobern wird. Die Story ist wirklich grandios, ihre Charaktere sind durchaus okay, einige gute "Exemplare" sind dabei. Libba Bray schreibt langatmig aber dennoch wirklich gut! Wen lange Beschreibungen nicht abschreckten und wer spannende Geschichten mit einem tollen Kern mag, der wird dieses Buch abgöttisch lieben. Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal an den Verlag dtv, welcher mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

" 'Auf Miss Theta Knight', riefen die Jungen, hoben die Gläser und Theta stieß mit ihnen auf ihren neuen Namen an. Dann bildeten sie einen Kreis, tanzten alle zusammen und unter großem Gelächter unter einem Kronleuchter, der sie in ein gesprenkeltes Licht tauchte, und Theta wünschte sich, dass diese Nacht niemals zu Ende gehen würde." (Seite 517)

20,5/25 - Ein absolutes Muss für die, die langatmige Storys mit einem spannenden Kern lieben!

Ich hoffe euch hat das erste Türchen meines Adventskalenders gefallen und ihr habt den heutigen Tag so genossen, wie es einem ersten Dezember zusteht. In diesem Sinne: Erholsamen Schlaf und einen wunderschönen Abend an alle Regenbögen da draußen.
Viele liebe Grüße, eure Rainbow! ☼♥

Kommentare:

  1. Huhu!
    Mir hat es auch gut gefallen, leider war es an manchen Stellen wirklich etwas langatmig:/
    LG Lena
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    Ich bin umgezogen, besuche mich doch auf : http://lenaliest.de/

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  2. Ich fand das Buch durch weg toll und freue mich schon auf die Fortsetzung. Tolle Rezi, bei mir kam allerdings eher kaum die Langatmigkeit vor ;)!

    LG Piglet <3

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