19. September 2014

Rezension "Das stille Kind"





Rezension


http://www.asta-scheib.de


Autor: Asta Scheib
Preis: 9,95 € /14,90 € (Mängelexemplar 3,99 €)
Als kleines wie großes Taschenbuch erhältlich
Inhalt: Paulina und Lukas können ihr Glück nicht fassen. Ihr   Traum vom Häuschen mit Garten mitten in München wurde für die fünfköpfige Familie endlich wahr. Das freut sie besonders für ihren mittleren Sohn, den vierjährigen David. Er ist anders als seine Geschwister, anders als die Kinder im Kindergarten. David spricht wenig, hat kaum Kontakte und braucht immer eine zwanghafte Ordnung um sich herum. Die ärztliche Diagnose Asperger-Syndrom, eine Art von Autismus, lässt die Eltern zunächst verzweifeln. Doch dann beschließen Paulina und Lukas, ihren Sohn aus seinem seelischen Gefängnis zu befreien.
Erster Satz: Lukas legte seinen Arm um Paulina und zog ihren Kopf sanft an seine Schulter.




TITEL
Ich finde dass der Titel sehr gut gewählt wurde. "Das stille Kind" beschreibt noch mal wie David ist. Er ist still, weil er Ordnung liebt und anfangs scheint keinem aufzufallen, wie ernst es mit ihm ist und was er hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen besseren Titel geben könnte. Ich bin aufgrund des Titels auf das Buch aufmerksam geworden. Man merkt, dass David ein besonderer Junge ist, nicht wie ander Kinder seines Alters.      2/2 Punkte


COVER
Das Cover des Buches empfinde ich als sehr passend. Man erkennt kein Gesicht, was mir persönlich immer sehr wichtig ist, da das eigene "Kopfkino" sonst nicht unbedingt so ausgeprägt ist. Man sieht diesen Jungen, der in diesem Fall David darstellt, der mit einem Kuscheltier in den Händem am Fenster steht. Ich finde, man merkt, dass das Buch von diesem Jungen handelt. Ich habe das hohe weiße Fenster sofort mit dem  neuen Haus der Familie in Verbindung gebracht. Aber dennoch fehlt mir das Spannende am Cover.     2/3 Punkte



 INHALTSANGABE / THEMA
Die Inhaltsangabe beschreibt nur einen Teil des Buches. Ich finde, dass es eigentlich nur um David geht und habe daher vermutet, dass sich das ganze Buch um ihn dreht, darum, wie die Eltern versuchen, sein Leben umzukrempeln und ihn glücklicher zu machen. Jetzt muss ich zugeben, dass ich von dem Buch insgesamt mehr erwartet hätte. Das Thema des Buches ist mal dies und mal das und nur zwischendurch handelt es von David, was mir persönlich gar nicht gefällt, da man aufgrund der Inhaltsangabe von etwas anderem ausgeht. Dennoch hat die Inhaltsgabe etwas fesselndes, das was einen in eine Art Bann zieht. Besonders der letzte Satz brennt sich in die Seele, sollte einen das Buch ansprechen.     2/4 Punkte


IDEE
Die Idee des Buches, sprich, ein Buch über einen Authisten zu schreiben, gefällt mir sehr, sehr gut. Ich persönlich war mit dem Leben eines Authisten nicht wirklich vertraut, fand es aber sehr spannend, darüber zu lesen und zu erfahren, wie es für Eltern sein muss, wenn ein Kind an diesem Syndrom erleidet. Ich bin absolut begeistert davon, dass es da draußen nicht nur Menschen gibt, die sich irgendetwas ausdenken, was nichts mit der Realität zu tun hat. Ich mag realitätsnahe Bücher ganz gerne, weil es einfacher ist, sich dazu etwas zu denken und seinen Senf dazu abzugeben. Aber es ist nun mal sehr viel schwieriger ein Mystery-Buch glaubhaft rüberuzubringen als ein Buch, das genauso im Leben passieren konnte. Aber dennoch hat die Autorin Asta Scheib bei diesem Buch ganze Arbeit geleistet, was die Familie und das Geschehen des Buches angeht.       3,5/4 Punkte


UMSETZUNG
Asta Scheib gelingt meiner Meinung nach die Umsetzung des Buches ganz gut. Zwar weicht sie immer wieder vom Hauptthema ab, was mich persönlich auch stört, aber sie fesselt den Leser mit spannenden Seiten. Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, da ich das Thema sehr interessant fand. Das Buch ist in 34 Kapitel und 285 Seiten gegliedert und die Kapitel sind sehr unterschiedlich seitenzahlmäßig gesehen. Einmal sind es 16, dann wieder 4 Seiten von einem Kapitel. Ich mag es lieber, wenn alle Kapitel etwa gleichlang sind. Aber ich behaupte, dass das jetzt nicht ausschlaggebend sein sollte und ich denke, dass da auch jeder seine eigene Meinung dazu hat.       3/4 Punkte


SCHREIBSTIL

Der Roman ist in der Vergangenheitsform Präteritum verfasst. ich mag Asta Scheibs Schreibstil, der meiner Meinung nach sehr direkt und ehrlich ist. Viele Personen denken in ihrem Roman zurück, was einen manchmal schnell verwirren kann. Der Roman ist ganz normal, vom Schreibstil her nichts Besonderes. Aber dennoch ist der Roman sehr bewegend.       2,5/5 Punkte


PERSONEN

ACHTUNG SPOILER! Die Personen waren mir von Anfang an relativ sympathisch. Paulina und Lukas wurden mir unsymphatischer, als sie anfingen, fremdzugehen. Ich finde es auch etwas unrealistisch, dass gleich beide fremdgehen. Auch Lukas' alte Freundin, Paulinas Vater und ihre Schwester Lili kamen bei mir gar nicht gut an. Die Personen werden ausreichend beschrieben und man kann sich ihren Charakter sehr gut vorstellen.       2/3 Punkte



Gesamteindruck
Der Gesamteindruck von "Das stille Kind" fällt ins Positive. Das Buch erreicht 17 von 25 Punkten und ist damit zufriedenstellend. Ich mochte das Buch, leider schweift es zu oft vom Thema ab, was ich sehr schade finde. Man sollte für sich selbst entscheiden, ob man etwas lesen möchte, was sich mit dem Thema "Authismus" beschäftigt. Aber man sollte nicht all zu viel erwarten, da das Buch wirklich viel zu viele andere Themen wie zum Beispiel "Vertrauen in einer Beziehung" mit sich bringt.Abschließend möchte ich sagen, dass mich das Buch trotzdem bewegt hat und sehr authentisch wie auch knallhart ehrlich ist.


17/25 - Zufriedenstellend



Das war meine allererste, sehr ausführliche Rezension. Ich werde eventuell daran noch ein bisschen herumfeilen und auch mal kürzere Rezensionen posten. Gefallen euch lange Rezensionen mehr oder hättet ihr lieber kurze?

Viele liebe Grüße, eure Rainbow ♥

Kommentare:

  1. Hi!
    Ich habe dich getaggt, und würde dich freuen wenn du bei dem TAG mitmachst.

    Übrigends ein schönes neues Blogdesign hast du!

    LG Sarah <3

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  2. Hallo Rainbow

    Das ist eine sehr schöne, detaillierte Rezi. Da Du fragst, ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass mir kürzere Rezensionen lieber sind als längere, aber ich denke, das sieht jeder anders und am Schluss musst Du die Rezensionen veröffentlichen, die für Dich stimmen.

    Liebe Grüsse
    Carmen

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