8. Juni 2015

Lesemonat || Mai 2015

9 gelesene Bücher:
3529 Seiten
ungefähr 114 Seiten pro Tag 

  
  
Insgesamt hat mir "Tschick" wirklich sehr gut gefallen.  Mir scheint, als würde das Buch jeden Menschen berühren, der es aufmerksam gelesen hat. Wir haben das Buch in der Schule gelesen. Hätten wir das nicht getan, hätte ich es vermutlich irgendwann trotzdem mal gelesen. Denn "Tschick" ist ein Roman, den wir nicht mehr aus den Händen legen können. Ein Roman, der von einer besonderen Reise erzählt, die mitten ins Leben führt und mittendrin an einen Punkt kommt, wo sie nicht zu Ende ist, aber eine Pause einlegen muss. "Tschick" ist ein absolutes Lesemuss für jung und alt. Für jeden. Er wird berühren, obwohl Gefühle nur verborgen zum Ausdruck kommen.
 
 
Im Großen und Ganzen hat mir "Floaters - Im Sog des Meeres" relativ gut gefallen. Auch wenn es einige Kritikpunkte diesbezüglich Schreibstil und Umsetzung gab, überwiegen die positiven Punkte doch deutlich. Auf fast spielerische Weise schafft es Katja Brandis, in eine Welt zu entführen, die uns zwar unheimlich fern scheint, aber doch erschreckend näher und realer ist, als man denkt. Das wirft das Buch sehr deutlich auf. Selbst für Jugendliche wie mich ist das Thema großartig und spannend aufbereitet, sodass man größtenteils Spaß daran hat, das Buch zu lesen.
 
 
 "Dein eines, wildes, kostbares Leben" ist eines dieser Bücher, die unheimlich toll sind und trotzdem zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass das Buch so gut und schnell zu lesen ist, die Umsetzung dermaßen überragend ist und der Schreibstil mich so fesseln kann. Ich bin glücklich, dass ich das Buch lesen durfte und noch mehr, es jetzt wieder und wieder und wieder lesen zu können. Es gibt wenige Bücher, die einen so bezaubern und begeistern, doch dieses hat es definitv geschafft. 
 
Wer eine angenehm zu lesende Trilogie sucht, dem kann ich zumindest den ersten Teil dieser Reihe sehr empfehlen. "Die Stadt der verschwundenen Kinder" überzeugt nicht nur mit einem tollen Titel und schönem Cover, sondern ist auch inhaltlich sehr gelungen. Der Scheibstil ist ideal für zwischendurch und man schafft es durch den sehr simpel gehaltenen Stil sehr schnell, das Buch durchzulesen. Auch die Idee ist genial. Wie bei so ziemlich jeder Dystopie ist sie gut durchdacht und erweckt den Eindruck, dass sich die Autorin darüber viele Gedanken gemacht hat. Die Umsetzung des Themas gelingt nahtlos.  
 
 
 Aus diesem Buch habe ich etwas mitgenommen. Bei vielen Büchern nimmt man etwas mit, aber aus diesem hier lernt man mehr, als man es aus Schulbüchern tut. Man lernt etwas über das Leben, über Trauer und Menschen, die sich verstecken zu versuchen hinter gefälschtem Lächeln, obgleich in ihnen eine Flut von traurigen Gefühlen herrscht, die nicht herauskann. "Wie viel Leben passt in eien Tüte?" hat mich sehr berührt und ich habe auch geweint, während ich das Buch gelesen habe. Roses Gefühle sind so realistisch, dass ich das Gefühl hatte, sie säße neben mir. Unbeschreiblich. Unbeschreiblich schön. Gut zu wissen, dass es Autoren gibt, die Gefühle auf so eine direkte und klare Weise rüberbringen können, ohne dabei nach Aufmerksamkeit zu verlangen. Schaut euch das Buch auf jeden Fall an, ich empfehle es einfach jedem. Ob jung oder alt. Ich denke, ich werde das Buch meiner Oma zum Lesen geben, da dies eine Geschichte ist, die jeden berührt, anspricht und packt.
 
"Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen" hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es ist eindeutig keines meiner neuen Lieblingsbücher, aber trotzdem durfte ich mit ihm einige nette Stunden verbringen. An einigen Stellen habe ich mich allerdings auch mit ihm gequält, da die Handlung stockte und es einfach nicht voran gehen wollte. Alles in allem gesprochen lässt sich sagen, dass das Buch durchaus nett für Zwischendurch ist und einen guten Unterhaltungswert hat.
 
 
 "Girl Online" hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Buch hätte zu einem etwas passenderem Datum veröffentlicht werden können, da es meiner Meinung nach eher weniger toll ist, jetzt, wo langsam der Sommer naht, ein Winterbuch zu lesen. Ich fand den Schreibstil jetzt nicht grandios, aber auch nicht schlecht oder langweilig. Die Charaktere mochte ich wirklich sehr gerne, auch wenn mir der ein oder andere Nebencharakter nicht ganz in den Kram gepasst hat. Ich finde auf jeden Fall Cover und Titel sehr hübsch und zum Inhalt relativ passend, sodass das Buch eine gute Wertung erreicht. Ich jedenfalls mochte es sehr gerne und werde mir bestimmt noch weitere Bücher von Siobham Curham ansehen.
 
 
Insgesamt habe ich "Don't tell me lies" sehr gerne gelesen. Die kleinen Aspekte sind ja angeblich die größten Fallen. So auch hier. Hätte man hier und da eine Ecke verbessert, hätte das Buch auch mehr Punkte von mir bekommen! So hat es mir zwar auch recht gut gefallen, doch im Vergleich zu anderen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, ist dieses hier docht recht mager. Dennoch würde ich jedes andere Buch von der Autorin trotzdem lesen. Auch wenn ihr Schreibstil mich manchmal an eine etwas jüngere Generation als sie selbst erinnert. Dass das Buch nicht ganz Meins war, lag zum Teil auch an Tabitha. Ich wurde einfach nicht mit ihr warm, da sie mir nicht direkt sympathisch war. Wenn ich sie beschreiben müsste, würde ich sagen, dass sie in Ordnung ist. Aber ich hätte nicht das dringende Bedürfnis, ihre beste Freundin zu werden.
 
 
Das Buch "Vielleicht mag ich dich morgen" erreichte mich sehr überraschend. Es war einfach da. Dennoch habe ich mich sehr gefreut, es lesen zu dürfen. Im Nachhinein bin ich sogar noch dankbar, dass mir der Verlag das Buch einfach zugeschickt hat, da ich wahrscheinlich alleine nicht auf dieses tolle Buch aufmerksam geworden wäre, da ich immer dachte, dass ich mich in erwachsene Charaktere wohl nicht so gut hineinversetzen kann. Doch weit gefehlt! Dadurch, dass auch die Vergangenheit eine große Rolle spielt, ging das sogar außergewöhnlich gut. Die Charaktere waren aber auch manchmal sehr zickig, sodass das Gefühl aufkam, dass sie streitende Kinder seien. Aber das Buch hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Die Idee zum Buch ist jedenfalls sehr gut, sie stimmt einen sehr nachdenklich. Auch hat das Buch Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Ich lege euch das Buch sehr ans Herz, da man merkt, wieviel Liebe darin steckt. Auch die Charaktere waren schlicht und ergreifend toll und sehr vielschichtig gestrickt.


Meine Rezensionsexemplare habe ich erhalten von
Vielen Dank!
 Gehört habe ich "Wir beide, irgendwann". Vielen Dank an den Hörverlag!

 Mir gefällt das Hörbuch "Wir beide, irgendwann" sehr gut. Obwohl ich mich mit der weiblichen Sprecherin nicht ganz anfreunden konnte, was ihre Stimme und ihre Betonung anging: Mit der männlichen Sprecherrolleging es dafür umso besser. Ich denke, dass das Geschmackssache ist und jeder einfach mal reinhören sollte, um zu entscheiden, ob man sich mit den Stimmen und deren betonung anfreunden kann. Mich hat die Geschichte und die Handlung sehr angesprochen und ich war fasziniert von der orginellen Idee. Für mich ist nicht ausgeschlossen, dass ich auch noch das Buch dazu lesen werde.

Kommentare:

  1. Sehe ich das richtig, dass du eigentlich kein Buch dabei hattest, was dir gar nicht gefallen hat? Das ist ja super! :)

    AntwortenLöschen
  2. Der Monat hat dir ja anscheinend total Spaß gemacht :D Schön.
    Ich glaube, "Wie viel Leben passt in eine Tüte" muss ich auch unbedingt mal lesen!
    LG

    AntwortenLöschen
  3. Was für ein toller Lesemonat!
    "Wie viel Leben passt in eine Tüte" fand ich auch super toll und zähle es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern:)
    "Vielleicht mag ich dich morgen" wurde mir auch schon mega oft empfohlen und liegt ganz oben auf meinem SuB :)

    Ganz Liebe Grüße
    Mia

    AntwortenLöschen
  4. Hallo!

    Sehr schöner Lesemonat und gut, dass du mich an so manchen Subling erinnerst: "Die Stadt der verschwundenen Kinder" und "Wir beide, irgendwann" warten hier schon länger auf mich.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen
  5. Huhu :)

    Was für ein toller Lesemonat!
    "Dein eines wildes, kostbares Leben" durfte ich bereits vergangenen Sommer lesen und bin auch der Meinung, dass es ein ganz besonderes Buch ist, das mehr Aufmerksamkeit verdient! Auch "Die Stadt der verschwundenen Kinder" habe ich bereits gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Band 2 ist übrigens auch super ;)

    Auf dem SuB habe ich "Tschick" (das ich nun ganz bald lesen will. Außerdem lese ich gerade "Vielleicht mag ich dich morgen". Bisher gefällt mir das Buch auch sehr gut :) Ich mochte auch "Wir in drei Worten" schon sehr gerne :)

    Viele liebe Grüße,
    Corina

    AntwortenLöschen